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Kritamos – Meerfenchel

Kritamos (Meerfenchel) hat in vielerlei Hinsicht Wurzeln, die bis ins Alte Griechenland reichen. Es wird in den Mythen rund um Prometheus erwähnt, ebenso wie in der Altgriechischen Medizin (Hippokrates). Auch in Großbritannien ist es bekannt und wurde sogar von Shakespeare erwähnt. Lange Zeit waren die Griechischen Inseln die kulinarische Provinz des Kritamos, doch heute schwören immer mehr und mehr sehr bekannte und gute Restaurant- und Küchenchefs weltweit auf die Pflanze und lassen sie sich anliefern, vor allem in Luxusrestaurants in den Griechischen Großstädten.

Kritamos wird auf die gleiche Art eingelegt wie Kapern. Alle Teile der Pflanze (Stiel, Blätter, Samenhülsen), mit Ausnahe der Blüte, können so zubereitet werden, um sie später beispielsweise als Gewürz im Salat verwenden zu können. Die Blätter und superzarten Stengel sind am besten zum Einlege geeignet. Frisch gepflückt hat Kritamos einen sehr angenehmen Geruch, wie eine Mischung aus Fenchel und Pfefferminze. Nicht verwunderlich also, dass er auch als Meerfenchel bezeichnet wird. Wenn man den Meerfenchel in Essig einlegt, verändern sich Geruch und Geschmack der Pflanze, aber noch immer bringt es eine ganz neue, leckere und interessante Dimension in einen Tomatensalat oder auch zu Kartoffeln.

Meerfenchel Kreta, Kritamos

Der Griechische Name „Kritamo“ entstammt dem alten Griechischen Wort für Gerste, „krithmon“, da die Samen beider Pflanzen einander so ähneln. Kritamon oder Meerfenchel gibt es nicht ausschließlich in Griechenland. Es wächst auch entlang anderer Küsten des gesamten Mittelmeeres, sowie in Großbritannien und Irland.

Der Englische Name „Rock Samphire“ stammt vom Wort „sampiere“ ab, was wiederum vom Französischen Wort „Saint Pierre“ (Heiliger Peter) stammt, dem Schutzheiligen der Fischer. Die Pflanze liebt die Meeresumgebung und blüht vor allem in felsigen, Gischt ausgesetzten Klippen entlang des Meeres. Manchmal wird es auch Meerspargel, Meerfenchel oder Meergurke genannt.
Die Engländer lieben seit Äonen die unterschiedlichen Zubereitungsarten des Meerfenchels Üblicherweise legen sie ihn ein, genauso wie die Griechen. Der Samphir wird auch von Shakespeare in „König Lear“ erwähnt: „Half-way down hangs one that gathers samphire; dreadful trade!“. (Akt IV, Szene VI).

Kritamos zählt zu den gesündesten Pflanzen, sein therapeutischer Mehrwert ist seit der Antike bekannt. Sowohl Dioskurides, Griechischer Arzt und Vater der Pharmakologie, als auch Pliny, ein bekannter Botaniker, haben über seine Vorteile geschrieben. Hippokrates hat es wegen seiner harntreibenden und entgiftenden Fähigkeiten empfohlen.

Meerfenchel steckt voller Antioxidantien und wird deshalb auch in Kosmetika verwendet. Ihm wird nachgesagt, Altersflecken mindern zu können und der Haut einen gesunden Glanz zu verleihen. Es ist reich an Jod und vollgepackt mit sekundären Pflanzenstoffen, die die Leber, das Herz und die zelluläre DNA schützen. Es ist darüber hinaus reich an den Vitaminen A, C, B2, B15, Aminosäuren und Mineralien, wie Eisen, Kalzium, Magnesium, Silicea, Zink, Mangan und Vitamin D.

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