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Die Klöster Vrontisi und Varsamonero

Die Klöster Vrontisi & Varsamonero, während der zweiten Byzantinischen Ära (961-1204) erbaut.

Ágios Fanoúrios (Kirche) / Kloster Varsamónero

Von den Klostergebäuden wurde lediglich die dreischiffige Kirche von Ágios Fanoúrios erhalten, die in unterschiedlichen Etappen erbaut wurde. Sie gehört zu den bedeutendsten Christlichen Gebäuden auf Kreta, vor allem aufgrund der Wandmalereien aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Darunter sind auch Darstellungen des Heiligen Fanoúrios (Phanoúrios) und Johannes dem Täufer, dem die Kirche gewidmet wurde. Außerdem ein Bild von Onophrios dem Großen und der Mariä Himmelfahrt.

Die Kirche hat wunderschöne Wandmalereien, tolle Beispiele der byzantinischen Malerei der Kretischen Schule, die während der Venezianischen Besetzung vorherrschte. Von dieser Schule aus begann der berühmte Domenico Theotokopoulos („El Greco“) seine Kunst. Die Wandmalereien des seitlichen Kirchenschiffs sind von dem bekannten Kretischen Maler und Hagiographen Konstantinos Rikos gemacht worden. Ágios Fanoúrios Varsamónero war auch ein kulturelles Zentrum, inklusive religiöser Schulen und einer großen Bibliothek mit auch nicht-religiösen Texten der Griechischen Antike.

Im Jahr 1947, nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde das Kloster unter Aufsicht des angesehenen Griechischen Archäologen N. Platon restauriert. Noch heute laufen die Restaurationsarbeiten weiter, inzwischen unter der Aufsicht des Aufsichtsamtes für Byzantinischen Monumenten.

Leider ist die Kirche die meiste Zeit über geschlossen. Sie öffnet nur Samstags um 9 Uhr für den Gottesdienst.

Kloster Vrondisi

Das Kloster Vrondisi bildet einen traumhaften Aussichtspunkt – die Messara Ebene und das Libysche Meer auf der einen Seite, die Gipfel des Psiloritis auf der anderen Seite. Es handelt sich hierbei um eine zweischiffige Kirche. Antonius der Große und der Apostel Thomas sind ihre heiligen Patronen. Der Glockenturm verfügt über einen eigenen Eingang und besteht aus vier Bögen. Die früheste gefundene Bezugnahme auf das Kloster ist auf 1474 datiert. Das Kloster ist aber noch um einiges älter und könnte vielleicht sogar schon seit der zweiten Byzantinischen Ära existieren.
Während der Venezianischen Herrschaft beherbergte das Kloster angesehene Maler und Gelehrte in ihrer Kommune. Michalis Damaskinos, ein bekannter Maler religiöser Kunst, malte sechs seiner besten Ikonen, während er in Vrondisi war. Seine Werke kombinierten Elemente des Byzantinischen und der Rennaissance Kunst. Diese Ikonen befinden sich heute im Museum von Agia Ekaterini in Heraklion.
Wie viele andere Klöster auf Kreta spielte auch Vrondisi eine wichtige Rolle während zahlreicher Kämpfe der Kretischen Bevölkerung. Es war das Hauptquartier von Kapitän Michalis Korakas während der Revolution gegen die Türken in den Jahren 1866 und 1878. Das Kloster und seine Gemeinde erfuhr harte Vergeltungsangriffe aufgrund der revolutionären Aktivitäten.