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Die Brennessel – ein gesundes Kraftpaket

Die Brennesseln (Urtica) mögen aufgrund der Nesseln zunächst vielleicht abschrecken, doch sie gehören zu den ältesten Heilpflanzen.

Die Brennessel hat seit der Antike eine große Bedeutung in der Pflanzenheilkunde. Die Pflanze hat wunderschöne, herzförmige Blätter und gelbe oder pinke Blüten. Der Stiel ist jedoch von winzigen, steifen Härchen bedeckt, die stechende Chemikalien freisetzen, sobald man sie berührt.
Sobald sie getrocknet, gefriergetrocknet oder gekocht wurde, kann die stechende Brennessel dennoch sicher verzehrt werden. Sie bietet zahlreiche potentielle gesundheitliche Vorteile.

Es ist wissenschaftlich nachgewisen, dass Brennnesseln die Symptome bei Osteoarthritis und Arthritis, sowie bei Prostata- und Blasenproblemen lindern und sich zudem positiv bei entzündlichen Darmerkrankungen auswirken können. Die Samen der Nessel können als Tinktur genutzt und gegen Haarausfall eingesetzt werden. In Form von Brennnesselgelee ersetzt die Pflanze Künstdünger und Pestizide.

Ihr wissenschaftlicher Name, Urtica dioica, stammt vom lateinischen Wort uro, das so viel bedeutet wie „brennen“, da die Blätter bei Hautkontakt ein vorübergehendes Brennen auslösen.

Vollgepackt mit Mineralien und Nährstoffen

Neben unzähligen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen verstecken sich in Brennnesseln höchst wirkungsvolle Phytonährstoffe, wie beispielsweise tiefgrünes Chlorophyl und Carotinoide. Tatsächlich konnten schon über 100 chemische Komponenten in der Pflanze gefunden werden, dazu zählen unter anderem:

  • Mineralien – Eisen, Phosphor, Kalium, Kalzium, Magnesium, Mangan, Kupfer, Bor & Strontium
  • Vitamine – A, C, K und B-Vitamine
  • Phytonährstoffe – Chlorophyll, Beta-Carotine, Lutein, Zeaxanthin, Quercetin, Rutin

Brennnesseltee, hergestellt aus den getrockneten Blättern, ist vermutlich am bekanntesten für seinen hohen Mineraliengehalt. Die Blätter enthalten mehr Mineralien, vor allem Magnesium und Kalzium, als viele andere Heilkräuter.

Brennnessel Kreta

Eine neuere Studie hat herausgefunden, dass getrocknete Brennnesselblätter mehr Magnesium, Kalzium, Phosphor, Kalium, Boron und Strontium enthalten als getrocknete Kamille, Pfefferminz, Salbei, Johanniskraut, Lindenblüten und Zitronenmelisse.

Die Brennnessel wächst weltweit wild in Regionen mit gemäßigtem Klima, auch auf Kreta. Sie liebt reichhaltigen, feuchten Boden, der stickstoffhaltig ist. Deshalb findet man sie häufig auch auf Komposthaufen. Die Brennnessel zieht Sonnenlicht vor, aber toleriert auch etwas Schatten. Sie wächst meist auf aufgewühlten Böden, entlang von Bächen und Flussufern, auf alten Gehöften und entlang von Lichtungen oder Waldwegen, wo das Sonnenlicht durchkommt.

DIE BESTE SCHNITTZEIT FÜR BRENNNESSELN

Die Brennnessel ist eine winterharte, mehrjährige Pflanze, was bedeutet, dass sie im Frühjahr aus dem Boden sprießt. Sie wächst sehr schnell und erreicht ihre typische Größe von ca. 1-1,50 Meter in kurzer Zeit. Die optimale Zeit, Brennnesseln zu pflücken, ist kurz bevor sie im Frühling und frühen Sommer blüht. Sobald die Brennnessel anfängt zu samen, werden die Blätter etwas bitter und entwickeln harte Partikel, was wiederum bei einigen Menschen zu Irritationen der Harnwege führen kann.

Am besten schneidet man die Pflanze etwa 5-8 Zentimeter über dem Boden ab, direkt über der Stelle, an der die Blätter abzweigen. Durch das Abschneiden genau über dieser Stelle fördert man, genau wie bei den meisten anderen Gartenkräutern, das weitere Pflanzenwachstum.

DIE VERWENDUNG VON BRENNNESSELN

Das Stechen und Brennen wird durch Kochen, Trocknen oder Zerkleinern neutralisiert.

ALS TEE

Der einfachste und traditionellste Weg, die gesundheitlichen Vorteilen von Brennnesseltee zu genießen, ist der, eine große Menge getrockneter Blätter mit Wasser aufzugießen und lange ziehen zu lassen.

Grundsätzlich ist ein Teelöffel frischer oder getrockneter Brennnesselblätter pro Teetasse eine gute Orientierung, manche Menschen nutzen sogar bis zu vier Teelöffeln getrockneter Blätter pro 2/3 Tasse Wasser. Für einen noch stärkeren Aufguss können die Blätter mit Mörsel und Stößel zerkleinert werden, kurz bevor das Wasser hinzugegeben wird.

  • Für einen regulären Aufguss nutzt man kochendes Wasser und lässt den Tee zwischen fünf und 20 Minuten ziehen.
  • Für ein starkes Tonikum kann man den Tee auch über Nacht bei Raumtemperatur ziehen lassen.
  • Die Tagesdosis von vier Tassen sollte nicht überschritten werden.

IN DER ERNÄHRUNG

Die Brennnessel eignet sich auch exzellent als Nahrungsmittel – nicht nur aufgrund der zahlreichen Nährtstoffe, sondern auch aufgrund des fantastischen Geschmacks. Sie bietet eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralien, Fettsäuren, Aminosäuren, Polyphenolen und Pigmenten. Viele davon agieren als wichtige Antioxidantien im Körper.

Ein Weg, die Brennnessel in der Küche zu genießen, ist beispielsweise, indem man den Spinat in der Spanakopita, der griechischen Spinatpastete, ersetzt. Darüber hinaus kann man die Pflanze aber auch mit anderem Gemüse als „Chorta“ kochen oder sie in einem Omelette verwenden. Es gibt viele Arten, Brennnesseln in der Ernährung einzubauen und auch online gibt es viele Quellen für Rezepte damit, wie beispielsweise diese hier: https://honest-food.net/grasping-the-nettle/

Griechische Spanakopita zubereitet mit Brennnesseln

Wenn ihr Griechischen Spanakopita mit Spinat mögt, werdet ihr die Version mit Brennnesseln sicher lieben!

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